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Der
Turm.
Tour
St.Nicolas - Furnes
Erd-Inneres.
Als wäre dort, wohin
du blindlings steigst, erst Erdenoberfläche,
zu der du steigst im schrägen Bett der Bäche,
die langsam aus dem suchenden Gerinn
der
Dunkelheit entsprungen sind, durch die
sich dein Gesicht, wie auferstehend, drängt
und die du plötzlich siehst, als fiele sie
aus diesem Abgrund, der dich überhängt
und den du, wie er riesig über dir
sich umstürzt in dem dämmernden Gestühle,
erkennst, erschreckt und fürchtend, im Gefühle:
o wenn er steigt, behangen wie ein Stier - :
Da
aber nimmt dich aus der engen Endung
windiges Licht. Fast fliegend siehst du hier
die Himmel wieder, Blendung über Blendung,
und dort die Tiefen, wach und voll Verwendung,
und
kleine Tage wie bei Patenier,
gleichzeitige, mit Stunde neben Stunde,
durch die die Brücken springen wie die Hunde,
dem hellen Wege immer auf der Spur,
den
unbeholfne Häuser manchmal nur
verbergen, bis er ganz im Hintergrunde
beruhigt geht durch Buschwerk und Natur.
Rainer
Maria Rilke - Paris - 18.07.1907
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De
Toren.
St.Niklaaskerk
- Veurne
Binnenaarde.
Alsof waarheen we stijgen,
blind, aardoppervlak is. Waarheen we hijgen
doorheen het bed van schuine, snelle beken
die aan het wegend duister zijn ontweken,
waardoor ons aangezicht dringt, als verrezen,
en wij plots zien, verrast en vol van vrezen,
herkenning uit het deemster van 't gebinte:
o, als je statig stijgt als stier, gepinte -:
Dan
nemen wind en licht je uit de engte.
Je vliegt en ziet de hemel weer, verrukte,
verblinde, en de diepte, en de lengte
van dagen die aaneenschuiven in drukte,
zoals bij Patenier, en bruggen, springend
als honden op het spoor van helle wegen
- eerst tussen onbeholpen huizen dringend -
en die dan rustig door natuur bewegen
langs kreupelbos en veld de verten tegen.
Vert:
Rudolf Siffer - Nieuwpoort - november 2009
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